Mein Lebensweg - mein Heilungsweg

Adressaten:         Selbsthilfegruppen bei chronischen psychosomatischen                                                Erkrankungen,  ehrenamtlich Tätige in Betreuung und Pflege

 

Dauer:                     ein Wochenende
                                    (ausreichend Zeit für Besinnung und Einzelfallbearbeitung) 

 

Sinnvolle Ergänzungen neben den anderen Sucht-Seminaren: 

 

Ja, das Leben lief nicht wie in der Jugend einmal naiv gedacht und geplant. Es entwickelte eine ganz eigene Dynamik und ‚bog oft an der falschen Stelle ab‘. Suchterkrankungen haben eine lange Vorgeschichte und sind höchst komplex. Daher kommt es immer wieder zu Rückfällen, schleichenden oder dramatischen – manche Betroffene geben irgendwann ihr Bemühen auf und versinken in der Sucht. Sie haben unterschätzt, wie lang der Weg werden kann und wie oft sie ‚Lernschleifen‘ drehen werden. Denn nach und nach wollen alle psychischen Ebenen und die verschiedenen Lebensbereiche durchforstet und neu gestaltet werden - so wie auch die Krankheit alle Lebensbereiche betroffen hat. Das dauert seine Zeit. Der Heilungsweg wird Lebensweg - und umgekehrt. Als ‚schönste Nebenwirkung‘ wird er Motor für ein neues Selbst-, Welt- und Lebensverständnis mit Sinn und Aufgaben - ein Weg, der nie endet und stets lebendig bleibt. Einige Stichworte dazu:

 

  • Abkehr von der Opferhaltung - bin ich Teil der Lösung oder Teil des Problems?
  • Keine ‚Pille‘ und keine Tricks - die hohe Kunst von Geduld und Motivation
  • Sich selbst auf die Spur kommen - Zusammenhänge durchschauen, mit inneren Widerständen   umgehen, der inneren Wahrheit begegnen (oder: die Transformation vom ‚Ego‘ zum ‚Ich‘)
  • Die Magie des Tiefpunkts - Verwicklungen, Flauten und Umwege (oder: über sich hinaus wachsen zum ‚Phoenix aus der Asche‘)
  • Subjektivität erlaubt! Das eigene Erleben als Richtschnur (oder: Darf ich sperrig werden?)
  • Weggefährten - Lehrerinnen und Lehrer in Gemeinschaft und Auseinandersetzung
  • Rückblickend reich beschenkt und dankbar - `doch ‚erfüllt‘ heißt nicht ‚alles erreicht‘ 

 

In diesem Seminar geht es darum, den eigenen Krankheits- und den Heilungsweg aus der ‚Vogelperspektive‘ zu betrachten, dabei auch Irrwege und Umwege, Stagnation und Fehler als Stationen eines Lernweges anzuerkennen, mit ihnen Frieden zu schließen und die darin verborgenen Schätze an Erfahrung und Klugheit einzusammeln. Es geht nicht ohne Transformation von Werten und Lebensphilosophie, das Durcharbeiten von belastenden Gefühlen und neue Antworten auf die Frage nach dem Warum und Wohin. Die eigene 'Geschichte' ist die Bühne, das Erleben das Drehbuch und Regie führt das erkennende wachsende Bewußtsein, daß alles 'seinen Sinn hat'.

Neben dem offenen und kritischen Austausch in der Gruppe können Strategien der (meditativen) Innenschau und der Diskussion sowie Methoden aus der Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, aus Psychodrama, Gestalttherapie, Systemaufstellungen, therapeutischen Zeremonien u.v.m. Impulse geben und klären helfen. Die eigene 'Geschichte' ist die Bühne, das Erleben das Drehbuch und  Regie führt das erkennende wachsende Bewusstsein, dass alles 'seinen Sinn hat'.


Ergänzend kann der Text "Biographiearbeit" empfohlen werden.

Mehr zur Organisation und inhaltlichen Gestaltung von Seminaren lesen Sie im allgemeinen Text unter "
Seminare" .