Sucht - Themen

Rückfall-Prophylaxe
Emotional schwierige Tage
Burnout und Sucht
Typische Muster verändern
Co-Abhängigkeit
Zufriedene Abstinenz
Mein Lebensweg - mein Heilungsweg


  • Die Seminare sind speziell für Selbsthilfegruppen sinnvoll, die sich mit Sucht-Fragen beschäftigen, können aber auch für andere Gruppen angepaßt werden. 
  • Mehr zur Organisation und inhaltlichen Gestaltung der Seminare

     lesen Sie im allgemeinen Text unter "Seminare". 


Das Seminar-Angebot zur Unterstützung der Abstinenz bei Suchterkrankungen geht auf eine lange berufliche Erfahrungsgeschichte bei mir zurück. Seit meiner ersten Kliniktätigkeit als Psychologin in den 90er Jahren beschäftigt mich dieses spannende Arbeitsfeld mit immer neuen Erkenntnissen und auch Herausforde-rungen.
Es waren vor allem die Alkohol- und die Medikamentenabhängigkeit, die mir zunächst Rätsel zu lösen aufgaben, später auch nichtstoffgebundene Süchte, die so sehr im Alltag untertauchen können, daß sie kaum als Sucht erkannt werden (Arbeiten, Essen, Kaufen, Spielen und Wetten, Fernsehen, Sport uvm). Ich fand überall ihre Spuren, auch in häufig komorbid auftretenden Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen, Arbeitsstörungen, Beziehungsstörungen, Traumafolgestörungen oder in der Burnout-Welle. Und natürlich ist immer der eigene Körper der Austragungsort per se.
 
Die verschiedenen Erkrankungen aus diesem Formenkreis sind bei all ihren Gemeinsamkeiten doch unterschiedlich und höchst komplex, daher anspruchsvoll sowohl in der Selbsthilfe wie der professionellen Therapie. Es ist ein weiter Blick nötig, um ätiologische Einflußfaktoren in der individuellen Entwicklungsgeschichte und Persönlichkeit mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu verknüpfen, die sozialen Systeme Familie, Partnerschaft und Arbeitsplatz mit einzubeziehen und den Heilungsweg letztlich auch als spirituell-philosophische Suche nach dem eigenen Ich und einem tragenden Sinn im Leben zu begreifen.

Wie bei keiner anderen psychosomatischen Erkrankung begegnen uns immer wieder die zwei bedeutendsten Fragen: nach der Liebe und nach der Wahrheit. Nur durch eine ganzheitliche Herangehensweise ('bio-psycho-soziale Modelle‘) ist ein langfristiger Ausstieg aus der Sackgasse einer Suchterkrankung möglich. Wir brauchen Wissen und Vernunft, (Mit-)Gefühl, Intuition und Geduld, keinesfalls eine bloße Entgiftung - der dann eine lebenslange Willensanstrengung folgen solle ?! 
Bei meinen besten Lehrern, von Sucht betroffenen Menschen, haben mich vor allem ihre Bescheidenheit, ihre Beharrlichkeit und ihre Verantwortungsübernahme beeindruckt. Sie konnten ihre Wahrheit so treffend in Worte kleiden: „Der Mensch, der den Weg aus der Sucht heraus geschafft hat, ist der beste Freund, den du dir wünschen kannst“. 

Die hier vorgestellten Seminare sind konzipiert als Ergänzung zu regelmäßig stattfindenden Selbsthilfe-Gruppensitzungen oder ähnlich konzipierten Gruppen . Sie sollen inspirieren, vertiefen und beleben. Zwar steht jeweils ein Teilaspekt des komplexen ‚Mobiles‘ im Vordergrund, Themen können aber auch nach Bedarf kombiniert werden (da sie sowieso ineinander greifen). Gemeinsames Erleben in der Gruppe, Raum für individuelle Anliegen und kreatives Experimentieren machen die Seminare mit ihrer Wohlfühlatmosphäre zu einem bewegenden Erlebnis.

Ein kleiner Tipp zuletzt: 
Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland fördern präventive Maßnahmen wie die Arbeit von Selbsthilfegruppe auch finanziell. 
Es lohnt sich, darüber Informationen einzuholen.