Mein Körper und ich 

Das Seminar ist für verschiedene Fragestellungen sinnvoll und kann gut mit anderen Themen kombiniert werden, zum Beispiel in der Sucht-Selbsthilfe.

Mehr zur Organisation und inhaltlichen Gestaltung des Seminars
lesen Sie im allgemeinen Text unter "
Seminare". 



Wir ‚wohnen‘ in ihm wie in einem Haus, wir trainieren, kleiden und verschönern ihn mit allen Mitteln, aber mögen, schätzen und schützen wir ihn auch? Er leistet 24 Stunden lang an 7 Tagen in der Woche harte Arbeit jeder Sorte. Er verdaut schlechte Nahrung und giftige Umgebung, reagiert ständig auf die emotionale und nervliche ‚Wetterlage‘, heilt sich oft selbst und schenkt uns dabei noch vielerlei Freuden. Er ist ein wahres Wunderwerk.  

Doch wer uns im Spiegel anschaut und wer nicht mehr in die Kleidung paßt, der hat sich sein Urteil verdient! Wenn er doch bloß anders wäre ...

Unser oft ambivalentes Verhältnis zum eigenen Körper zeigt sich, wenn er nicht den ästhetischen Erwartungen einer Model-Welt entspricht, wenn er ‚schwächelt‘ und eben nicht mehr ‚funktioniert‘. Schmerzen, Müdigkeit und Irritationen, nachlassende Kraft und Alterung können uns hilflos und wütend machen, mit Scham erfüllen und sogar zum Haß auf den eigenen Körper verleiten. Begegnen wir ihm mit Fremdheit und Mißfallen, wird er schnell zum ‚Gegenspieler‘ erklärt, der Pläne und Erwartungen sabotiert. Doch spätestens mit psychosomatischen Beschwerden und handfesten Erkrankungen (mit denen er oft nur um Hilfe ruft), wird auch seine ungeheure Sensibilität spürbar. Er ist sozusagen ‚der geduldige Esel‘ in unserem bio-psycho-sozialen System, der unserer Gefühlswelt Ausdruck verleiht und dem der Reiter (die Reiterin) die Lasten auferlegt. 

Das weite Feld der Körperlichkeit werden wir nicht abdecken können in einem Seminar, jedoch ist viel für eine bessere Selbstfürsorge und eine größere Selbstliebe gewonnen, wenn wir ihn wieder als dieses Wunderwerk erkennen, ihn sensibel spüren und seine Signale zu hören lernen. Neben allgemeinen Übungen wie Entspannung, Achtsamkeit und Genuß besteht Gelegenheit, körperliche Beschwerden näher zu erkunden wie auch verschiedene Ängste und Fragen um das Älterwerden zu beleuchten.