Die Selbstliebe - Kommode

Das Seminar ist eine Bereicherung für Selbsthilfegruppen, die sich mit Sucht-Fragen, Depression und anderen psychosomatischen Erkrankungen beschäftigen.

Mehr zur Organisation und inhaltlichen Gestaltung der Seminare
lesen Sie im allgemeinen Text unter "
Seminare".

Selbstliebe zu entwickeln und zu stärken ist ein integraler Bestandteil der Selbsthilfe und Therapie in jeder Lebenskrise. Dabei ist Selbstliebe keineswegs laut , sie kommt leise daher wie ein Wärmen und Leuchten von innen. Daher ist sie
auch nicht mit egoistischen Einstellungen oder Verhalten zu verwechseln. Selbstliebe ist immer auch Liebe zum Leben und zu anderen Geschöpfen, sie ist an  Werten und innerer Wahrheit orientiert. 
 
In Medien, in Sprüchen und Gesprächen, in der Lebenshilfe-Literatur wird oft nach Selbstliebe gerufen, oft auch nach Selbstbewusstsein, Selbstachtung, Selbstannahme, Selbstakzeptanz, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen oder Selbstfürsorge. Sie sind sozusagen einzelne ‚Schubladen‘ in der großen ‚Kommode‘ der Selbstliebe. Aus demselben Urgrund gespeist, haben sie enge Verbindungen miteinander und doch sind sie unterschiedlich.

Selbstliebe ist uns angeboren, doch erleidet sie oft schon in der Kindheit manche Verletzung und Einschränkung. Mangel an Selbstliebe geht mit Freudlosigkeit, Mißtrauen und vielen psychosomatischen Erkrankungen einher. Sie bestimmt, wie wir mit uns und unserem Körper umgehen, wie wir uns selbst definieren, nach außen auftreten, den Alltag gestalten, unser Leben planen und Träume umsetzen. Jede einzelne ‚Schublade‘ hat ihre Stärken eigenen Facetten, Stärken und Aufgaben in unserem Leben. Das ermöglicht uns, aus jeder ‚Schublade‘ eigene Kraft zu schöpfen, wenn es in einer anderen gerade ‚mau‘ aussieht. Aber wie ‚geht‘ Selbstliebe denn ganz praktisch? Können wir aktiv etwas dafür tun?

Selbstliebe wieder zu beleben und weiter zu entwickeln ist ein Prozeß. Er benötigt erhellende Erkenntnisse, sensible Selbstwahrnehmung und geduldige Anläufe, sich von negativen Glaubenssätzen und unguten Gewohnheiten zu befreien, statt dessen täglich etwas für die eigene Selbstfürsorge und Lebensfreude zu tun. In anderen Worten könnte man es das ‚innere Kind‘ nennen, das geliebt, beschützt, versorgt, bestätigt und angeregt werden will, damit es erblühen kann. Eine so gewachsene Selbstliebe bildet ein stabiles Fundament – auch für stürmische Zeiten.
 
Zu diesem Thema passen gut auch Bausteine aus dem Seminar „Gesunder Umgang mit Gefühlen“ und „Mein Körper und ich“. Der Text „Single-Leben und Inneres Kind“ erläutert noch besser, wie fundamental wichtig Selbstliebe für unser Wohlbefinden ist.