Entspannung und Achtsamkeit 

Adressaten:     Selbsthilfegruppen und andere Interessensgemeinschaften 

Dauer:              ein Wochenende, bei kleinerer Gruppe kürzbar auf einen Tag 

 

Das Thema ist stets eine gewinnbringende Ergänzung zu anderen Seminaren,
zum Beispiel:

 


Achtsamkeit (engl. „mindfulness“) hat in den letzten 30 Jahren einen Siegeszug durch die Psychotherapie, Coaching- und Lebenshilfeszene angetreten. Ein großes Paket praktischer Übungen für jeden Tag und eine Haltung stiller, wertungsfreier Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt sind befreiend und belebend. Für Menschen mit viel Stress und Erschöpfung, für Suchterkrankte oder bei heftigen Gefühlen, Impulsen, Selbstzweifeln und zermürbendem Grübeln sind Achtsamkeit wie  auch die klassischen Entspannungstechniken neben Selbsthilfegruppe und Psychotherapie beste Weggefährten im Ringen um Lösungen. Sie sind kostenlos, leicht zu erlernen, überall anwendbar und in ihrer Wirkungsweise sanft, doch nachhaltig ohne schädliche Nebenwirkungen. Im Gegenteil, sie fördern auch die körperliche Gesundheit. 

 

Achtsamkeit als Lebensphilosophie führt zu hoher Selbstverantwortung und Bewusstheit des eigenen Lebensweges. Sie fördert Selbstvertrauen, verbessert die Genussfähigkeit und übt Besonnenheit, besänftigt soziale Konfliktherde und öffnet den Geist für neue Wege. In einer akuten Krise können spezielle Aspekte der Achtsamkeit (aus MBSR – Mindfulness Based Stress Reduction) einen konstruktiven Umgang mit bedrängenden Gefühlen, Erinnerungen und Körperempfindungen erleichtern. Die ‚kleine Pause‘ zwischen einem Reiz und der (meist spontanen, aber wenig überdachten) Reaktion schafft einen Freiraum, um einem gewohnten Pfad (auch einen Rückfall) zu entkommen.  

Als hohes Ziel könnte die innere Wendung hin zu einem achtsameren Lebensstil gelten, der viele kleine und größere Probleme aufzulösen vermag. Stets verankert im Hier und Jetzt werden Vergangenheit und Zukunft nicht ausgeschlossen, sondern als ‚geistige Orte' zum Lernen oder zur persönlichen Entfaltung erlebt. Und: keine Sorge – es wird nicht ‚langweilig‘, sondern höchst lebendig. In der Stille findet das größte Theaterstück im Inneren statt. 
 

Entspannungsverfahren -  (vor allem bekannt sind AT = Autogenes Training, PME oder PMR = Progressive Muskelentspannung sowie körpernahe Übungen von Body-Scan bis Atemübungen aus Yoga)  kennt die westliche Psychotherapie und auch die Selbsthilfebewegung seit etwa 100 Jahren. Sie sollen einen überdrehten Geist beruhigen, das Nervensystem von Sympathikus- auf Parasympathikus-Aktivität umschalten, so  Körper und Geist zur Ruhe bringen und regenerieren. Doch nach anfänglicher Begeisterung fallen sie häufig in der langfristigen Perspektive dem Motivationsverlust anheim. Dabei können Entspannungsübungen wie auch Achtsamkeit wunderbar mit Ruhebildern, ‚sicheren Orten‘, Genusserfahrungen oder erhellenden Traumreisen und anderen Visualisierungen kombiniert einen Selbsthilfeprozess vertiefen und verlebendigen.   


Im Seminar werden sowohl praktische Übungen aus verschiedenen Feldern erklärt und  geübt als auch lebendige Anregungen für spezielle Situationen und  Tipps für eine leichtfüssige  Integration in einen gefüllten Alltag gegeben. Neben dem offenen Austausch in der Gruppe und dem (Mit-)Teilen der Erfahrungen können Erfahrungen auch ihren Ausdruck mittels gestalterischer und körperbezogener Mittel finden, ergänzt um weitere Ansätze aus der Verhaltenstherapie, Gestalttherapie oder Systemaufstellungen für individuelle Anliegen. 


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